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Ablauf einer Geburt

Bereits seit 1984 züchte ich Hunde der Rasse Dandie Dinmont Terrier. Der schönste Moment züchterischen Lebens ist die Trächtigkeit der Hündin und die Geburt der Welpen.

In Kurzform möchte ich Ihnen etwas über die Zucht von Hunden erzählen und aus eigenem Erleben ein Geburt unserer Hündin in nebenstehenden Bildern zeigen.


Läufigkeit der Hündin


Der Geschlechtszyklus der Hündin läuft in einem Zeitraum von durchschnittlich 7 +/- 1 Monaten ab. Der Beginn der Hitze kündigt sich mit einer Schwellung der Scham an und wird durch den Abgang dunkelroten Sekrets aus der Scheide erkennbar. Die Dauer der Hitze beträgt in der Regel 21 Tage, der Östrus, die Phase der Paarungsbereitschaft und damit der Eisprung liegt ungefähr zwischen dem 10ten und 15ten Tag der Hitze. Verläßlich ist das aber nicht, es kann durchaus auch ein früherer oder auch späterer Termin sein. Deshalb wird der Züchter meist einen Tierarzt zur ständigen Kontrolle aufsuchen.


Zuchtrüde


Im Gegensatz zur Hündin ist der Rüde das ganze Jahr über paarungsbereit. Nach einem mehr oder weniger ausgiebigen Vorspiel bespringt der Rüde die Hündin und führt das teilerigierte Glied in die Scheide ein, in der es dann anschwillt. Der Begattungsvorgang des Rüden kann zwischen einigen wenigen Minuten, aber auch eine halbe Stunde und mehr  betragen. In dieser Phase des Paarungsvorganges, die auch als 'Knoten' bezeichnet wird, ist es nicht möglich die Partner zu trennen. Erst nach Abschwellen des Gliedes lösen sich die Tiere wieder voneinander.


Trächtigkeit


In den ersten zwei, drei Wochen der Trächtigkeit braucht die Hündin keine besondere Pflege oder Aufmerksamkeit. Ab der dritten Woche zeigt die Hündin manchmal Veränderungen mit teils weniger Appetit, Erbrechen und ungekanntem Stimmungswechsel.


Erst ab der vierten, fünften Woche kann das Gesäuge etwas stärker und die Zitzen etwas dicker werden. Um den 30. Tag der Trächtigkeit kann man bereits durch Ultraschalluntersuchung feststellen lassen, ob eine Trächtigkeit vorliegt oder die Hündin leergeblieben ist.


Nach der fünften Woche sollte die Hündin geschont werden und die Spaziergänge sollten kürzer ausfallen und Springen sollte ab jetzt unterbleiben. Ganz langsam kann man, abhängig davon wieviel Welpen kommen, eine Gewichtszunahme erkennen, die Welpen werden dann auch schon für den Tierarzt fühlbar. In dieser Zeit wird die Ernährung der Hündin entsprechend wissenschaftlichen Erkenntnissen verändert und angepasst.


Geburt


Die normale Tragzeit der Hündin dauert 58-65 Tage; meist erfolgt der Wurf um den 63. Tag, bei großen Würfen auch 1-2 Tage früher. Damit alles reibungslos abläuft, und für eventuell unvorhersehbar auftretende Probleme vorgesorgt ist, hat man sich vorher bei seinem Tierarzt vergewissert, dass er zum Zeitpunkt der Geburt erreichbar ist und bei Schwierigkeiten eingreifen kann.


Bilder einer Geburt



Die Hündin 'Daphne' zerbeißt die Fruchthülle



Welpe mit Nabelschnur und Nachgeburt



'Daphne' entsorgt, d.h. frisst die Nachgeburt



Der erste Milchtritt, direkt nach der Geburt



Nach getaner Arbeit - 'Daphne' eine glückliche Mutter




Die ersten Anzeichen für die bevorstehende Geburt können je nach Erfahrung der Hündin sehr verschieden sein. Die erfahrene Hündin wird sich in das vorbereitete Wurflager zurückziehen, streckt sich aus und legt den Kopf zwischen die Pfoten. Nach geraumer Zeit beginnt sie zu keuchen oder auch zu winseln. Mit Beginn der Wehen wird sie im steten Wechsel aufstehen, sich selbst drehen und wieder hinlegen.


Kurz vor der Geburt schwillt die Scham an und es entleert sich Schleim. Die Wehenabstände werden immer kürzer und heftiger. Die Zeit zwischen dem Beginn der Wehen und der Geburt der Welpen ist verschieden lang und richtet sich nach der Stärke des Wurfes und nach der Häufigkeit der Wehen.


Nach wenigen, besonders kräftigen Presswehen erscheint der Welpe mitsamt der Fruchthülle, Nabelschnur und Nachgeburt. Die Hündin zerbeisst zuerst die Fruchthülle um dem Welpen die Atmung zu ermöglichen, dann wird die Nabelschnur abgebissen, dann frisst in der Regel die Hündin die Nachgeburt auf.


Wenn der Welpe von der Fruchthülle befreit ist, beleckt ihn die Hündin, um die Atmung anzuregen und ihn zu säubern. Erst wenn der Welpe den ersten Schrei getan hat, ist die Hündin zufrieden und kann sich der Geburt des nächsten Welpen zuwenden.


Ich freue mich auf Ihren Besuch. Telefon (02 02) 8 11 86 - Termine bitte nach Absprache.