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Ach du dicker Hund...

Fettsucht


Schließt man organische Erkrankungen, wie beispielsweise Erkrankungen der Schilddrüse oder der Nebenniere aus, dann ist die Fettsucht der Hunde meist auf eine falsche Ernährung zurückzuführen. Fettsucht ist eine übermäßige Ansammlung von Fett im Körper, welche unmittelbar oder langfrsitig zu einer Beeinträchtigung der Körperfunktionen bzw. zu Erkrankungen führt.


Die Fettsucht betrifft die ganze Hundepopulation, wobei häufig ältere Hunde häufiger betroffen sind als jüngere. Etwa ein Drittel aller Hund über fünf Jahre sind verfettet, Hündinnen tendenziell häufiger als Rüden, kastrierte Hunde in besonderem Maße. Häufigeres Auftreten von Fettsucht findet man bei bestimmten Rassen: z.B. Boxer Cocker Spaniel, Dackel, Pudel.


Oftmaliges Wiegen des Hundes erleichtert das frühzeitige Erkennen der Fettsucht. Praktikabeler finde ich das Messen mit einem Textilmessband um die Taille, denn den Hund zu wiegen ist recht unpraktisch weil er in der Regel nicht alleine auf die Waage geht. Man notiere sich frühzeitig den Umfang der noch schlanken Taille und kann so rechtzeitig, durch Veränderung des Fütterungsverhaltens einer unverhältnismäßigen Gewichtszunahme gegensteuern.


Viele Hundehalter halten den Ernährungszustand ihres Hundes für völlig normal. Das ist menschlich verständlich, zumal viele Halter von verfetteten Hunden selbst übergewichtig sind.


Der Fettsucht liegt ein Mißverhältnis zwischen der Aufnahme und dem Bedarf an Futter zugrunde, das heißt betroffene Hunde fressen mehr als sie brauchen. Dieses Futter wird Ihnen vom Halter zugeteilt, der Halter trägt hierfür die Verantwortung


Die Folgen von Übergewicht sind Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, Herzkrankheiten und Kreislaufstörungen und die Beeinträchtigung des Muskel- und Skelettsystemswie z.B. Athrosen


Eine besonders große Gefahr zur Verfettung besteht dann, wenn häufige Zwischenmahlzeiten keine Kontrolle über die insgesamt aufgenommene Futter- und damit Energiemenge ermöglichen. Darüber hinaus sei darauf hingewiesen, dass die Angaben der Futtermittelhersteller auf den Verpackungen in der Regel viel zu hoch angesetzt sind. In der Regel ist bei in privaten Haushaltungen gehaltene Hunde die Hälfte der angegebenen Futtermenge völlig ausreichend. Die Hersteller wissen das eigentlich und widersprechen auch nicht, wenn wir Züchter auf Seminaren die Problematik ansprechen. Dann wird darauf verwiesen, dass unterschiedliche Belastung der Hunde, also Arbeit, Auslauf etc, auch differenzierte Ernährung voraussetzt, - wofür alleine der Halter verantwortlich ist.



Folgen der Fettsucht


Als Folgen der Fettsucht kann man eine Reihe von körperlichen und psychischen Konsequenzen anführen. Es leuchtet ein, dass der Bewegungsapparat unter einer erhöhten Belastung leidet. Wenn Bewegungen schmerzhaft werden, werden Hunde noch träger, wodurch weitere Verfettung entsteht. Der Kreislauf wird belastet, schließlich wird der Wärmeaustausch durch die Zunahme des Unterhautfettgewebes behindert. Je mehr Fett ein Organismus einlagert, um so weniger Wasser enthält er, dass heißt er kann nicht so viel Wasser über die Lungen durch Hecheln zur Temperatur-Regulation abgeben wie ein normalgewichtiger Hund. Verfettete Hunde kommen deshalb schneller an ihre Belastungsgrenze.

 

Vorbeuge


Vorbeuge ist ungleich besser als Behandlung. Das Idialgewicht muss festgelegt werden. Hunde müssen ihr Futter immer zugeteilt bekommen. Zur Verfettung neigende Hunde müssen regelmäßig gewogen oder gemessen werden um eine Abweichung vom Normalgewicht schnell feststellen zu können. Halter gefährderter Hunde sollte sich bewußt sein, dass sie mit einem Überangebot an Futter ihren Hunden keinen Gefallen tun. Hunde müssen Bewegung durch ausgedehnte Ausläufe haben, die Körperaktivität muss gesteigert werden

 

Abhilfe

Will man gegen das Übergewicht seines Hund etwas unternehmen, dann gibt es die Möglichkeit durch eine Begrenzung der Menge des üblichen Futters auf eine Menge, die deutlich unter dem Erhaltungsbedarf liegt! 60 % der bisher gegebenen Futtermenge reichen völlig aus, den Hund im Laufe der Zeit auf ein Normalgewicht wieder zurück zu führen. Das funktioniert aber nur dann, wenn gleichermaßen die kleinen Zwischenmahlzeiten, 'Snacks', hier ein Stückchen Wurst, da ein 'Schmacko', hier ein Schweineohr tunlichst unterlassen werden und nichts mehr vom Tisch gefüttert wird.

 

Übergewichtige Tiere sterben im Durchschnitt etwa 2 Jahre eher als solche, die ein Leben lang ein weitgehend normales Gewicht haben durften.






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